Midlife-Crisis? Ich doch nicht.

Meilensteine wurden erreicht: die Karriere gelungen, der Baum gepflanzt, die Wohnung gekauft, die Kinder sind aus dem Haus. Der Eindruck schleicht sich ein, als sei der Zenit des Lebens erreicht und man warte eigentlich nur noch auf das Rentner-Dasein.

Doch Sie wollen nicht die Hände in den Schoß legen und sind auf gewisse Weise jung geblieben?

 

So geht es einigen in der Lebensmitte zwischen 40 und 55 Jahren. Meistens Männern. Aber auch Frauen sind in den Wechseljahren von der Lebenskrise betroffen.

Warum ist das so?

 

Neben den realisierten Plänen kommen Ereignisse hinzu, die Menschen das Gefühl geben, ab jetzt bergab zu gehen:

Erste Zipperlein, die Beziehung im Alltagstrott, pflegebedürftige Eltern, Wertewandel nachfolgender Generationen, Krankheit oder Tod von Freunden, das Gefühl, einiges aufgrund des Alters vielleicht nicht mehr schaffen zu können. Gleichzeitig die Beobachtung, wie junge Kollegen energiegeladen sind und an einem vorbeirauschen.

Nachdenklicher Mann mittleren Alters. Aus der Midlife Crisis mit Coaching.

Typische Probleme in der Midlife-Crisis

Häufige Fragen, Emotionen, Widrigkeiten, die sich aufdrängen:

  • War das alles? Was jetzt?
  • Habe ich bisher das richtige Leben gelebt?
  • Was passt zu mir?
  • Wie kann ich das alles schaffen?
  • Kann ich noch mal durchstarten und wie?
  • Ich habe kein Ziel mehr
  • Änderungswille
  • Grübeleien
  • Angst, abgehängt zu sein und vor dem, was kommt
  • Überforderung
  • Mutlosigkeit
  • Wut, Enttäuschung
  • Ohnmacht
  • Unzufriedenheit
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlaflosigkeit
  • Trotz
  • Selbstzweifel
  • Hang zur Hypochondrie oder Verdrängung gesundheitlicher Themen
  • Das Gefühl, etwas versäumt zu haben
  • Leere
  • Lust auf etwas Neues
  • Mir selbst und anderen etwas beweisen

4 Gründe für das Eintreten der Krise

Thematisch zusammengefasst vermutet man die Hintergründe einer Midlife-Crisis in vier Aspekten.

  1. Menschen reflektieren sich verstärkt in der Lebensmitte. Insbesondere sehen sie das bisher Erreichte, vergleichen es mit ihrem Lebensziel und den Chancen zur Verwirklichung dieses Ziels. Dieser Prozess kann zum Teil oder in Gänze unbewusst verlaufen und stellt unter Umständen die eigene Rolle im Leben in Frage.
  2. Belastende Ereignisse treten gehäufter als in anderen Lebensphasen auf. Beispielsweise deutliches Altern oder Tod der Eltern, Verringerung der eigenen Leistungsfähigkeit, Kinder ziehen aus, gesundheitliche Beschwerden, Verluste.
  3. Die verbleibende Lebenszeit wird im Vergleich zum jüngeren Alter deutlich verkürzt wahrgenommen. Zuvor hat ein Mensch, beispielsweise im Alter von 25 Jahren, noch ein Vielfaches seines aktuellen Alters vor sich.
  4. Der Alterungsprozess auf körperlicher und geistiger Ebene wird ab der Lebensmitte deutlich wahrnehmbarer als zuvor.

Die bewusste oder unbewusste Beschäftigung mit diesen Themen führt dann manchmal zu Unbehagen in unterschiedlicher Form, siehe oben.

Klischees sind Klischee – stimmt das?

Klischees werden übrigens seltener bedient, als die Allgemeinheit dies glaubt. Plötzlich das Motorrad, die junge Partnerin, die Husky-Schlittentour am Nordkap sind eher Einzelfälle. Der Schritt zum Wohnmobil ist da eher anzutreffen. Aber eines ist schon richtig: Männer tendieren häufiger als Frauen zu radikaleren Maßnahmen. Während Frauen sich grundsätzlich mehr zu diesen Themen austauschen und Hilfsangebote nutzen, machen Männer das Unbehagen im Zusammenhang mit den Veränderungen oder der Sinnkrise längere Zeit mit sich selbst aus, nehmen es schweigend hin oder verdrängen es. Dies kann in der Folge zu extremeren Handlungen führen.

Gestärkt aus der Krise in der Lebensmitte

Aus dieser Phase der Lebensmitte geht die Mehrheit der Menschen, sofern aus den Belastungen keine psychische Erkrankung entsteht, gestärkt heraus. Wirft man also einen Blick in die eigene Zukunft nach der Midlife-Crises, sieht man vermutlich eine Persönlichkeit mit bewusster Lebenshaltung und innerer Reife.

 

Ich möchte Sie dazu ermutigen, Ihre Sorgen ernst zu nehmen – Midlifekrisen sind kein Lifestyle-Problem und nicht lächerlich. Sprechen Sie mit Ihrer Familie, mit Freunden oder einer Person Ihres Vertrauens. Auf diese Weise steigen Ihre Chancen, gesund aus dieser Phase hervorzugehen.


Mögliche Tendenzen

Menschen, deren Persönlichkeit eher offen und vorausschauend gegenüber Veränderungen ist, fällt es in der Regel leichter, mit diesen Themen umzugehen. Wer weniger gut über Veränderungen sprechen kann oder eher im Gewohnten zu Hause ist, vielleicht ängstlich ist, wer Wert auf Sicherheit legt, dem setzt diese Phase möglicherweise eher zu.

Jetzt handeln

Ich unterstütze Sie dabei, die für Sie passenden Antworten zu finden, Klarheit zu gewinnen – und ins Handeln zu kommen.

 

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